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Kirchheim unter Teck

Historisch geprägt, modern und aufgeschlossen

Kirchheim unter Teck, am Fuß der Schwäbischen Alb und an der Südroute der Deutschen Fachwerkstraße gelegen, ist Fachwerkstadt, Marktstadt, Fliegerstadt und zugleich lebendiger Mittelpunkt der Region rund um die Burg Teck.

Die historische Innenstadt ist voller Geschichte und Geschichten und magischer Anziehungspunkt für viele Besucher. Der besondere Reiz der Stadt liegt in der Geschlossenheit ihres Altstadtkerns. Viele reizvolle Sehenswürdigkeiten wie das Schloss mit Mauer und Graben, die Martinskirche und das Kornhaus, die Bastion und das markante Straßenkreuz mit dem Fachwerk Rathaus setzen malerische Akzente. Ein Bummel durch die idyllischen Gässchen und Straßen entlang der vielen Fachwerkhäuser, führt zu kulturellen Einrichtungen, zum „Lädle von nebenan“ und vielfältiger Gastronomie die zum Verweilen einlädt.

Die namensgebende 773 m hoch gelegene Gipfelburg Teck liegt einige Kilometer südlich vor den Toren der Stadt. Sie bietet einen fantastischen Rundblick über das Albvorland, das Neckartal und von den Aussichtsbalkonen sieht man auf die Drei-Kaiserberge bis hin nach Stuttgart. Bei guter Fernsicht sind sogar die Ausläufer des Schwarzwaldes zu erkennen.

Seit der Kreisreform 1973 gehört Kirchheim unter Teck zum Landkreis Esslingen, 1974 wurden Nachbargemeinden wie Jesingen, Lindorf, Nabern und Ötlingen eingegliedert. Damit erreichte die Stadt ihre heutige Ausdehnung.

Das Wappen der Stadt

Die älteste Überlieferung eines Wappens der Stadt ist auf einem Siegel vom 6. November 1295 nachgewiesen worden. Das Stadtwappen in der noch heute gültigen Form, findet sich auf einem Siegel vom 24. August 1467. Es zeigt unter goldenem Schildhaupt eine darin liegende schwarze Hirschstange, in Blau ein mit Kesselrinken besetztes silbernes Kreuz (Kirchenspange). Die Stadtflagge ist gelb-blau.

Besondere Bauwerke der Stadt

  • Das alte Rathaus, Wahrzeichen der Stadt, mit wunderschönem Fachwerk, Kassettendecke und Mondphasenuhr.
  • Die Martinskirche als die evangelische Hauptkirche der Stadt.
  • Das Renaissance-Schloss, errichtet von 1538 bis 1560, als ein Teil der am besten erhaltenen Landesfestung des Herzogtums Württemberg.
  • Das Geburtshaus von Max Eyth, einem der bedeutendsten deutschen Ingenieure und Schriftsteller.
  • Das Wachthaus als das einzig erhaltene von ehemals vier Wachthäusern und das Spital aus dem 14. Jahrhundert

Stadtführungen durch die Altstadt

Spannend und informativ zugleich ist selbst auf Entdeckungstour zu gehen, oder gemeinsam mit einem Stadtführer einen Blick hinter die Kulissen der Teckstadt zu werfen. Der Klassiker unter den Kirchheimer Entdeckungstouren ist zweifelsohne die historische Stadtführung als offene Führung auch ohne Voranmeldung. Wer die Stadt lieber gemütlich zu Hause am PC erkunden möchte, für den bietet das Rathaus einen virtuellen Stadtrundgang. Ein Flyer im PDF Format führt zudem zu ausgesuchten Zielen, die in Kirchheim unter Teck Geschichte machten.

Eisenbahngeschichte

Am 21. September 1864 fuhr die erste Privateisenbahn in Württemberg dampfend in den Bahnhof von Kirchheim unter Teck ein und ebnete damit der Teckstadt den Anschluss an die große weite Welt. Die Lokomotive namens „Teck“ legte die 6,26 km lange Strecke, damals von Unterboihingen über Ötlingen nach Kirchheim, in rund zehn Minuten zurück.

Natürlich wurde das 150jährige Jubiläum im Sommer 2014 mit Sonderausstellungen, verschiedenen Veranstaltungen und Begleitprogrammen gebührend gefeiert. Die Ausstellung spannte einen Bogen von den ersten Bemühungen um einen Anschluss an die Eisenbahn in den 1850er Jahren und dem kühnen Entschluss zur Gründung einer Privateisenbahn bis hin zur Anbindung an das S-Bahnnetz im Jahre 2009.

Segelfluggelände um die Teck

Begünstigt durch eine besondere Thermik am Albtrauf der Schwäbischen Alb, fanden am Teckberg, wie an dem dafür ebenso berühmte Segelfluggelände der Wasserkuppe, in den 20er Jahren erste Flugversuche von Pionieren wie beispielsweise Wolf Hirth statt. Bereits ein paar Jahre später wurden in Eigenregie von Flug- und Arbeitsgemeinschaften der umliegenden Gemeinden Segelflugzeuge gebaut, die selbstverständlich auch hier gewartet und geflogen wurden.

Heute zählt die Schwäbische Alb, und insbesondere die Region rund um die Burg Teck, zu den in der Segelfliegerei am meist genutzte Region der Welt. Grund dafür sind neben den vielen Möglichkeiten der Region die ausgezeichneten thermischen Bedingungen. An schönen Wochenenden tummeln sich zahlreiche Flieger über Kirchheim unter Teck und seiner Burg.

Höhepunkte im Jahr sind die jeweiligen international bekannten Termine wie das Oldtimer Fliegertreffen auf dem Fluggelände Hahnweide oder der internationale Hahnweide Segelflugwettbewerb.

Die Industrialisierung an der Teck

Die Industrialisierung an der Teck begann bereits um die Jahrhundertwende. Bekannte Vertreter sind nicht mehr existierenden Unternehmen wie das Textilunternehmen Kolb & Schüle AG, die Schrauben- und Flanschenfabrik Emil Helfferich, die Maschinenfabrik Kirchheim, die Eisengießerei Grüninger & Prem, die Pianofortefabrik Kaim, die Firma Teck-Harmonium, die Papierwarenfabrik Otto Ficker AG, die Zigarrenfabrik Laukhardt, der Rüstungsbetrieb MBB oder der Graupner Modellbau.

Zu den bekanntesten Unternehmen der heutigen Zeit zählen der Sitzhersteller Recaro, der Wander- und Skistockhersteller Leki sowie der Schempp-Hirth Flugzeugbau. Im Industriepark Nabern sitzen die Verwaltungen des weltgrößten Omnibusherstellers EvoBus sowie NuCellSys, ein Unternehmen, das Brennstoffzellen entwickelt. Beide sind Tochtergesellschaften der Daimler AG. Der Antriebs- und Steuerungstechnikhersteller AMK und der Halbleiterproduzent Dialog Semiconductor runden das Spektrum an Firmen ab.

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die mit Kirchheim verbunden sind

Berühmte Persönlichkeiten, die einen Teil ihres Lebens in Kirchheim verbracht haben:

  • Konrad Widerholt, * 20. April 1598 in Ziegenhain; † 13. Juni 1667 in Kirchheim (Teck), Festungskommandant der Festung Hohentwiel im Dreißigjährigen Krieg, ab 1650 Obervogt in Kirchheim
  • Johann Conrad Hochstetter, * 1583 in Gerhausen; † 10. Februar 1661 in Kirchheim (Teck), ab 1626 Stadtpfarrer in Kirchheim und Spezialsuperintendent
  • Herzogin Magdalena Sibylla von Württemberg, * 28. April 1652 in Darmstadt; † 11. August 1712 in Kirchheim (Teck), 1677 bis 1693 Regentin von Württemberg, lebte von 1694 bis 1712 in Kirchheim
  • Herzogin Johanna Elisabeth von Württemberg, * 3. Oktober 1680 in Durlach; † 2. Juli 1757 in Schloss Stetten in Stetten im Remstal, Witwe von Herzog Eberhard Ludwig, lebte von 1735 bis 1757 in Kirchheim
  • Herzogin Franziska von Württemberg, * 11. Januar 1748 in Adelmannsfelden, † 1. Januar 1811 in Kirchheim (Teck), Witwe des regierenden Herzogs Carl Eugen, lebte von 1793 bis 1811 auf Schloss Kirchheim
  • Herzogin Henrietta von Württemberg, * 22. April 1780 in Kirchheimbolanden; † 2. Januar 1857 in Kirchheim (Teck), Wohltäterin der Stadt
  • Adolf Hirzel, * 17. Dezember 1809 in Künzelsau, † 17. Oktober 1898 in Kirchheim (Teck), Oberamtspfleger in Kirchheim, Landtagsabgeordneter 1851–1856
  • Werner Gneist, * 10. März 1898 in Ulm, † 19. August 1980 in Kirchheim (Teck), dt. Liederkomponist, 1973 erhalt der Konrad-Widerholt-Gedenkmünze der Stadt Kirchheim
  • Klaus Holighaus, * 14. Juli 1940 in Eibelshausen; † 9. August 1994 am Rheinwaldhorn, Segelflugzeugkonstrukteur
  • Fabian Schläper, * 1976 in Aachen, Songkabarettist und Textdichter. Er wuchs in Kirchheim (Teck) auf.
  • Tobias Unger, * 10. Juli 1979 in München, Leichtathlet und Olympiateilnehmer. Er lebt in Kirchheim

Ehrenbürger

Die Stadt Kirchheim unter Teck hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

1873: Gottlieb Christian Friedrich von Hauff (1802-1882), Oberamtsarzt: Er war ab 1841 in Kirchheim u. a. als Leibarzt für Herzogin Henriette von Württemberg tätig und machte wegen seines Einsatzes von Chloroform bei Operationen von sich reden. Wegen seiner großen Verdienste auf wissenschaftlichem und literarischem Gebiet, insbesondere einem Buch über die Ruhr und zahlreichen Zeitschriftenabhandlungen, wurde ihm die Ehrenbürgerwürde verliehen.

1891: Karl Strölin (1824-1901), Rektor: Für sein überaus engagiertes und sehr erfolgreiches pädagogisches Wirken erhielt er 1868 den Titel des Rektors der Lateinschule und 1885 das Ritterkreuz erster Klasse des württembergischen Friedrichsordens. Unter seiner Führung stieg die Zahl der Schüler auf 150. Aus Anlass seiner 25-jährigen Tätigkeit in Kirchheim verlieh ihm die Stadt das Ehrenbürgerrecht.

1908: Ernst Kröner (1842-1926), Stadtschultheiß: Er widmete sich allen Bereichen der Kommune, wie Förderung des Schulwesens, Verlängerung der Eisenbahn, die Gas- und Wasserversorgung, Elektrizität und Kanalisation, sowie Erschließung neuer Wohngebiete. Für seine vorzügliche Amtsführung erhielt er aus der Hand des Königs mit dem Friedrichsorden 1. Klasse die höchste Auszeichnung, die es in Württemberg gab. Die Stadt würdigte seine Verdienste in dreißig Jahren Amtszeit mit dem Ehrenbürgerrecht.

1915: Friedrich Wilhelm Schönig (1847-1923), Rektor: Wegen seiner bedeutenden Leistungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der höheren Schule, dem Realprogymnasium, und des ausgeprägten ehrenamtlichen Engagements im Gewerbeverein, im Turnverein, Kirchengemeinderat und Verschönerungsverein, wurde ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen.

1915: Julius Krauß (1841-1923), Oberamtsarzt: Zum Ehrenbürger der Stadt wurde er für sein fünfzigjähriges, unermüdliches Wirken als Arzt in Kirchheim, für ein wissenschaftliches Werk über das Medizinalwesen Württembergs sowie für seinen Einsatz für die Kinderkrippe ernannt. Er war ein gewissenhafter Berater zur Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse im Stadtgebiet und betreute das Wilhelmhospital.

1919: Otto Ficker (1859-1928), Fabrikant: Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat er stets regen Anteil am bürgerlichen Leben genommen. Als Gemeinderat, Mäzen, Förderer der Kultur und der Schulen, ist er bis heute unvergessen. Er vertrat als Stadtvorstand Bürgermeister Marx im Ersten Weltkrieg. Durch großzügige Stiftungen ermöglichte er u. a. die Einrichtung des Altenheims Fickerstift. Bürgermeister Marx zeichnete ihn mit dem Ehrenbürgerrecht aus.

1933: Wilhelm Murr, Reichsstatthalter

1933: Christian Mergenthaler, württembergischer Ministerpräsident

1956: Andreas Marx (1876-1963), Bürgermeister: Er hatte sich das Ehrenbürgerrecht als Bürgermeister von 1909 bis 1943 in schweren Zeiten der Stadt verdient. Sein Augenmerk galt dem Schul- und Bildungswesen, dem Wohnungsbau und der Wasserver- und -entsorgung. Er war federführend bei der Gründung des Gewerbeschulverbands und der Ansiedlung des staatlichen Hauswirtschaftlichen Seminars.

1960: Walter Jacob (1893-1982), Direktor: Als Direktor des ältesten Kirchheimer Industrieunternehmens Kolb & Schüle erwarb er sich durch seinen engagierten Einsatz große Verdienste. Er stellte sich für die Mitarbeit im Gemeinderat zur Verfügung und war bis 1965 erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Zudem wurde er in den Aufsichtsrat der Kreisbaugesellschaft und der Otto Ficker AG gewählt. Sein Einsatz wurde ihm mit der Ehrenbürgerwürde gedankt.

1975: Franz Kröning (1914-1991), Oberbürgermeister: In seiner dreißigjährigen Amtszeit hat er sich insbesondere in den schweren Nachkriegsjahren als Stadtvorstand außerordentliche Verdienste erworben. Er brachte nach 1945 die Verwaltung wieder in Gang und die 7.000 Flüchtlinge und Heimatvertriebene in der 13.000 Einwohner zählenden Stadt unter. Linderung der Wohnungsnot, Ansiedlung von Industrie und Gewerbe, Bau von Schulen und Kindergärten waren einige seiner Schwerpunkte. Er begründete die Städtepatenschaften mit Freiwaldau-Gräfenberg und Bulkes und die Städtepartnerschaft mit Rambouillet. Mit dem Ehrenbürgerrecht erhielt er den Ehrenring der Stadt Kirchheim unter Teck.

1979: Jacqueline Thome-Patenôtre (1906-1995), Bürgermeisterin der Partnerstadt Rambouillet: Die Bürgermeisterin der französischen Stadt Rambouillet war Staatssekretärin, Mitglied und Vizepräsidentin der Nationalversammlung sowie Europaabgeordnete. Sie erwarb sich in ihrer 35-jährigen Amtszeit große Verdienste bei der mit Franz Kröning begründeten Städtepartnerschaft von Rambouillet und Kirchheim unter Teck. Der Gemeinderat Kirchheims beschloss, ihr für diesen unermüdlichen Einsatz das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.

1990: Karl Schmid (1921-2002), Verwaltungsangestellter: Der letzte Kirchheimer Ehrenbürger ist Karl Schmid. Er hatte sich in vier Jahrzehnten bleibende Verdienste im öffentlichen, politischen und wirtschaftlich-sozialen Leben erworben. Bedeutend sind sein Engagement für den VdK und als ehrenamtlicher Sozialrichter, seine 31 Jahre dauernde Gemeinderatstätigkeit, der Fraktionsvorsitz der SPD und die Tätigkeit als ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters.

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